Am 5. Juni beginnt mein ver-rücktes Abenteuer. Mit leichtem Gepäck und bescheidenem Erfahrungsschatz breche ich nach schweisstreibendem Training auf, mit dem Ziel einen Weltrekord aufzustellen. Eine Reise durch Europa ohne Begleitfahrzeug, eine Reise nur durch eigene Kräfte: Mit fünf Sportarten über die drei Elemente – Erde, Wasser, Luft - wobei ich das Feuer im Hintern/im Herzen habe/trage.

Ausgangspunkt soll der Ort sein, dem ich die letzten Monate meine feurige Leidenschaft geschenkt und von welchem ich viel Energie für mein Projekt zurück gewonnen habe: Danke SÜDBAR. Von dieser für mich bedeutsamen Basis in St. Gallen trample ich mit dem Bike ins Engadin, laufe und klettere auf den 3900 Meter hohen Piz Palü der Berninagruppe im Grenzgebiet zwischen Graubünden und der italienischen Provinz Sondrio. Von dort aus fliege ich mit dem Gleitschirm nach Disentis und stürze mich in die Rheinquelle ;-) Mit dem Kanu paddle ich dann über den Rhein nach Chur, zum Rheinspitz, Basel, Stuttgart und der Zieldestination Rotterdam. Eine mentale und körperliche Herausforderung!

...doch bereits der alte Goethe hat meiner Ansicht nach mit seinem Zitat, „In der Idee leben,
heisst das Unmögliche behandeln als wenn es möglich wäre“, das Wesentliche erkannt.

Die Idee wurde vor ungefähr fünf Jahren in einer meiner seltenen ruhigen Minute an einem Strand in Costa Rica geboren. Ich wollte meine favorisierten Sportarten auf einer Reise verbinden und ausleben können: Laufen, Klettern, Biken, Fliegen und Paddeln. Diese Idee liess mich nie mehr los. Sie reifte über die Zeit, gewann an Substanz, und ich begann irgendwann eine konkrete Route vom Flachland über die Berge zusammen zustellen. Inspiriert durch die eigene Verrücktheit, Gefühle von Freiheit sowie Selbstbestimmung und angetrieben von der verführerischen Herausforderung einen Weltrekord aufzustellen, entschloss ich mich, die Idee im Jahr 2017 in die Tat umzusetzen.

Natürlich fragte ich mich hin und wieder, ob es möglich ist, ohne fremden Antrieb innerhalb
von 14 Tagen mehrere Länder zu durchqueren, verschiedene Hindernisse zu bewältigen, Ausrüstung und Ernährung logistisch gewährleisten zu können, dem Wetter zu trotzen, über die Grenzen hinaus zu gehen? Doch ich stimme Goethe zu und halte schlussendlich alles für möglich, - wenn man es mit
Freude und Überzeugung lebt, fühlt und Vertrauen hat.